Sonntag, 26. Juli 2009

Auf den Spuren Lara Crofts

Hallo zusammen,

so, jetzt wurde also endlich Zeit auf die Spuren Tomb Raiders zu gehen. Und nein, ich meine nicht nur Angelina Jolie...
Am Donnerstag ging es um halb vier aus den Federn. Nachdem wir alles im Hotel deponiert hatten ging es dann auch schon auf zu den Tempeln von Angkor. Traditionsgemäß natürlich im Tuk Tuk.
Am Eingang bekommt man eine schöne Eintrittskarte mit Foto und ist auch nur 40 Dollar ärmer.
Jetzt gibt es erstmal nur eine kurze geschichtliche Zusammenfassung. Wirklich nur kurz.

Die Tempel von Angkor wurden zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert erbaut. Das bekannteste Bauwerk ist Angkor Wat. Es ist das größte religiöse Bauwerk der Welt. Als es erbaut wurde wohnten dort 1 Mio. Menschen - damals hatte London noch überschaubare 50.000 Einwohner. Heute schmückt Angkor Wat auch die Flagge des Königreichs Kambodscha.
Wir wollten uns allerdings Angkor Wat für den nächsten Tag aufheben. Auf den knapp 200km² gibt es aber auch noch eine Reihe anderer Tempel.
Zuerst ging es nach Angkor Thom - eine Stadt die von einer 6m hohen und 8m breiten Mauer umgeben wird. Schon hier sind jede Menge filigrane Reliefs und Gesichter die einen überall beobachten zu sehen. Zu Angkor Thom gehört der Tempel Bayon, Baphuon, die Terrasse der Elefanten und die des Leprakönigs. Da die Tempel doch schon einige Jahre auf dem Rücken haben und die längste Zeit vom Dschungel eingenommen waren, sind sie schon recht mitgenommen.
Überall laufen Restaurierungsarbeiten, wobei zu hoffen ist, dass hier noch etwas nachgearbeitet wird. Die Tempel sind größtenteils schwarz und hellgraue Reliefteile fallen dann leider doch minimal auf.
Die Größe der Tempel ist schier unfassbar. Was ich ehrlich gesagt auch nicht nachvollziehen kann ist die Höhe der Stufen. Wie die Asiaten hier ohne Probleme hochklettern ist mir wirklich ein absolutes Rätsel. Nachdem wir die ersten Tempel immer fast bis zur Spitze erklommen haben, konnten wir uns dann nicht mehr dafür begeistern auch Ta Keo zu erklimmen...Für Ta Prohm allerdings wieder um so mehr. Als alter Freund sinnloser Unterhaltung war ich hierauf natürlich am gespanntesten. Hier wurde nämlich u.a. Tomb Raider gedreht. Und bis vor nicht allzulanger Zeit dachte ich noch, dass es das Werk eines begabten Kulissenbauern Hollywoods war. Allein deshalb ist es so beeindruckend vor den riesigen Bäumen zu stehen, die auf den Tempeln wachsen, riesige Felsen sprengen und das ganze etwas surreal aussehen lassen. Ich muss zugeben, dass auch wenn Angkor Wat das Schmuckstück der Tempelanlage sein soll, mir doch dieser von der Natur eingenommene Tempel mit Abstand am besten gefallen hat.

Anschließend ging es nur noch zu einem kleinen Tempel und zum See Shra Sang. Nach ein paar Stunden sahen alle Tempel ehrlicherweise gleich aus. Also haben wir beschlossen lieber am nächsten Tag weiterzumachen, wenn wir die Reliefs und Statuen wieder würdigen können.
Unser Tuk Tuk Fahrer hat uns dann in der Innenstadt in der Bar Street abgesetzt und anschließend ging es dann auch schon wieder ins Hotel zurück. Wir mussten am nächsten Tag schließlich früh raus.

Am nächsten Tag wurden wir dann um fünf von unserem Fahrer am Hotel abgeholt. Wer braucht schon Schlaf. Mit uns haben sich aber doch noch einige andere aus den Betten gequält und durften gegen halb sechs den atemberaubenden Sonnenaufgang über Angkor Wat bewundern.
(sorry, ich musste mehr Bilder reinpacken....)

Dann wurden erstmal ein paar Kekse eingenommen. Es gab ja schließlich auch an diesem Tag viele Tempel mit vielen Treppen zu besteigen. Und man will ja schließlich gestärkt werden. Nachdem wir von einigen Ameisen attackiert wurden, wurden wir Zeuge, dass es wohl wirklich wahrscheinlicher ist, von einer Kokosnuss erschlagen zu werden als von einem Hai gefressen zu werden. Man glaubt gar nicht was es für einen Knall tun kann, wenn sie sich 1. löst und 2. auf dem Boden aufkracht....
Danach stand mal wieder eine kleinere Wanderung an. Nach einem kleinen Aufstieg hatten wir Phnom Bakheng fast für uns, da sich nicht viele Touristen auf den Berg verlaufen hatten. Von hier hat man sowohl einen wunderschönen Blick auf Angkor Wat, als auch auf die umliegenden Reisfelder.
Danach ging es noch zu den Tempeln Preah Khan, Neak Pean und Ta Som.
Danach ging es wieder nach Siem Reap. Ein wenig durch die Stadt und einen kleinen Markt geschlendert, ein spätes Frühstück eingenommen und dann waren wir auch froh, dass wir wieder im Hotel waren.
Gestern ging es dann zur Roluos Gruppe. Diese Tempel sind noch um einiges älter als die Haupttempel der Angkor Anlage. Nachdem sie 13km außerhalb der Stadt liegen, sieht man hier auch viel vom Leben der Menschen. Verfallene Holzhütten und Kinder die in Drecktümpeln baden sind hier überall zu sehen. Allerdings ist es schön, dass sich hier die Kinder noch freuen Touristen zu sehen und lachend und winkend am Straßenrand stehen. Ansonsten sieht man die Kinder hier leider eher bettelnd an den Tempeln. Leicht fällt es einem nicht, die kleinen wirklich scharenweise zu übersehen.
Die Landschaft ist wirklich eine Augenweide - Reisfelder und Lotusteiche wohin das Auge blickt.
Auch hierher verlaufen sich nicht sehr viele Touristen und die angeblich nicht so spannenden Tempel werden gleich viel schöner, da man sie in Ruhe genießen kann.
Als Abschluss ging es dann noch auf die andere Seite der Stadt zum größten See Südostasiens.
Kambodscha war wirklich eine Reise wert. Vielleicht muss man manchmal Menschen wie dort sehen um zu erkennen wie gut es einem geht.
Jetzt steht nur noch eine Reise an und dann ist dieses Abenteuer auch vorbei.

Bis bald und alles Liebe.
Katrin

Sonja in Singapur

So, hier gibts nur ein paar Bilder....


Wer mehr wissen will - kann ja einfach mal auf Sonjas Blog schauen ;)

Dienstag, 14. Juli 2009

Schweinegrippenalarm und andere Ausflüge

Hallo zusammen,
es ist schon wieder soviel Zeit vergangen - grosse Reisen gab es zwar nicht, aber immerhin ein paar Ausflüge im Lande Singapur. Nachdem meine Ellis hier waren, wurde Singapur mal wieder etwas genauer erobert. Jetzt habe ich wirklich alles gesehen, was ich sehen wollte!

Gleich am ersten Tag ging es auf in die Widlnis. Das Sungei Buloh Mangroven Reservoir hat gerufen. Wir waren allerdings in der "Nebensaison" da - ansonsten kann man dort wohl jede Menge Vögel auf der Durchreise beobachten. Wir mussten uns allerdings mit komischen Mudskippern und Waranen zufrieden geben. Wobei man im ersten Moment schon komisch guckt, wenn so eine Riesenechse den Weg vor einem kreuzt.
Danach ging es zum Kriegsdenkmal nach Kranji. Hier wird den Opfern des 2. Weltkriegs gedacht. Ein sehr schöner ganz ruhiger Ort, anden sich scheinbar nicht viele Touristen verlaufen.

Eigentlich hätte ich letzte Woche Dienstag frei gehabt. Aber der Schweinegrippenverdacht hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nachdem hier ja andauernd Mails rumgehen, dass ein verantwortungsvoller Mitarbeiter zu Hause bleibt wenn er krank ist, bin ich natürlich brav wie ich bin am Montag mit meinem Halsweh zum Onkel Doktor gegangen. Ja, dort wird man leider vor Eintritt erstmal untersucht - Ergebnis: Fieber und somit Schweinegrippenverdacht. Mit einem Mundschutz ausgerüstet und einem roten Punkt markiert wurde ich dann erstmal in die Quarantäne Station gebracht (die im übrigen in der Tiefgarage war). Nach einer kurzen Untersuchung war ich dann allerdings nicht mehr ein potentieller Überträger und durfte in abgesperrten Bereich Nummer zwei. Kurze Zeit später wurde ich dann auch mit einem Haufen an Medikamenten wieder entlassen. Nochmal Glück gehabt...
Der geplante Uralubstag wurde dann auf Freitag verschoben und auf ging es ins MacRitchie Reservoir. Eine Regenwaldtour deren Highlight eine 250m Hängebrücke über den Baumwipfeln der riesigen Bäume ist. Neben den Echsen haben diesmal auch eine Reihe von Affen unseren Weg gekreuzt und wir sind auch nur knapp einem tropischen Regenschauer entkommen. Gut, dass wir gleich morgens zu unserer 12km Tour aufgebrochen sind.

Am Samstag ging es dann nochmal ein bisschen nach Chinatown, zum Singapore River und zum Boat Quay. Man muss sich ja schliesslich über den Verlauf der riesigen Baustellen auf dem laufenden halten.
Am Sonntag dann noch einmal die East Coast mit den grossen Containerschiffen im Hintergrund abgelaufen und schwupps waren die gemeinsamen Tage rum.










Abends musste dann natuerlich u.a. eine originale Peking Ente verkostet werden, der Japaner wurde aufgesucht, der 71.Stock unsicher gemacht und noch einiges mehr. Schön, dass ihr mich ein zweites mal beehrt habt.
Jetzt ist es noch ein knapper Monat in der Ferne. Zwei Reisen warten noch auf mich und nächste Woche kommt mich Sonja noch einmal besuchen. Daher werden die letzten Tage hier vermutlich wie im Fluge vergehen und der nächste Bericht wird auch nicht mehr lange dauern...:)

Bis bald und Liebe Grüsse
Katrin