Montag, 25. Mai 2009

Off to Tokyo

Hallo zusammen,

ich melde mich zum letzten mal vor meiner Deutschlandreise aus der Ferne - nächste Woche mache ich ganz bestimmt nichts. Ich bin heute morgen doch ehrlicherweise seehhhr müde gewesen!
Am Donnerstag Abend ging es alleine auf zum Flughafen. Nachdem die anderen Mädels Tokio ja bereits im Februar unsicher gemacht haben, war jetzt für mich die Zeit gekommen Bianca und Julia in der großen Stadt zu besuchen. Und groß ist überhaupt kein Ausdruck!
Nachdem der Flug über Peking nur die Hälfte gekostet hat und man ja schließlich im Flugzeug schlafen kann, war ich dann nach 13h in Tokio angekommen. Vorbei an der Fiebermeßkontrollstation (phasenweise kam ich mir ohne Mundschutz fast wie der Außenseiter vor!) ab zum Bus. Dort gab es zur Abwechslung sogar englische Durchsagen und nach einer kurzen Taxifahrt war ich dann in Biancas 21 m² Apartment angekommen. Also effiziente Bauweise ist definitiv eine Stärke der Japaner. Aber anders kann eine Metropole wohl auch nicht die Größe von 36 Millionen Einwohnern erreichen.

Kaum angekommen, ging es auch schon auf zum Asakusa - Senso - ji Tempel. Ein sehr schöner Tempel. Wobei das Hauptgebäude im Moment leider renoviert wird. Danach ging es nach Shibuya. Hier kann man das wohl bekannteste Bild Tokios bewundern. Die Kreuzung die gleichzeitig von allen Seiten von Fußgängern überquert wird. Leider scheint es wohl etwas ruhig an dem Abend gewesen zu sein - wobei ich das "ruhig" nicht wirklich nachvollziehen kann. Vorbei an vielen bunten Schildern und Spielhallen, ging es dann für einen kurzen Abstecher in die Love Hills. Die Stundenhotels der japanischen Bevölkerung....
Abends waren wir dann klassisch Hotpot und noch ein paar andere Sachen essen. Und nachdem wir uns verquatscht hatten, war dann leider der Karaoke Abend auch gestrichen.

Am Samstag Morgen ging es mit Bianca und Sandra (Praktikantin) zum Daimon– Zojo-ji Tempel Schrein. Dort gibt es neben der eigentlichen Tempelanlage noch jede Menge kleine Steinfiguren die lustig bunt geschmückt sind. Das steht wohl für die jungen Mönche. Direkt dahinter steht der größte Eiffelturm der Welt. Dieser heißt in Tokio - Tokyo Tower und ist rot weiß angemalt. Von der 250m hohen Plattform hat man einen wahnsinnigen Blick auf die Stadt die gar nicht zu enden scheint! Der Fuji war leider nicht zu sehen. Was man außerdem sehen konnte, war die Golden Gate Bridge - diese heißt in Tokio allerdings Rainbow Bridge...
Danach ging es in den Hama-Rikyu-Palastgarten mit Nakajima-Teehaus. Ein schöner japanischer Garten, wo man auch gleich die Teezeremonie live erleben kann. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Ich war wirklich motiviert der Anleitung zu folgen die wir zusätzlich zu unserem rosa Blütentörtchen und der Schale Grüntee bekommen haben. Eigentlich muss man zuerst das Törtchen auf eine bestimmte Art zerteilen und darf dann erst den Tee trinken (vorher muss man natürlich die Schale erst um 90 und dann nochmal um 180 Grad im Uhrzeigersinn drehen). Aber dieses Törtchen war leider dermaßen ekelhaft, dass ich nach dem zweiten Bissen beim besten Willen nichts mehr davon runtergekommen habe. Leider war der Tee auch kein guter Ausgleich - hat schon mal jemand Tee mit leichtem Fischgeschmack getrunken???? Wir sind dann doch relativ schnell wieder gegangen - aber zu sehen wie das ganze abläuft war trotzdem sehr interessant!
Danach ging es nur kurz was essen und dann zum größten Bahnhof der Welt. Alleine im U-Bahn Teil wäre ich verloren gewesen! Dann ging es noch durch die bunte Welt Shinjukus mit vielen hohen Bankengebäuden und jede Menge Einkaufscentern.
Abends ging es dann zusammen mit ein paar von Julias Kollegen ins Gonpachi - das Restaurant aus dem ersten Kill Bill Film. Sehr gutes Essen und sehr guter Pflaumenwein!



Am Sonntag ging es dann zuerst ins Kiddyland! Fünf Stockwerke voller Mist - mein persönliches Paradies. Eins nur für Snoopy, eins für Hello Kitty... Einfach toll!
Durch den Regen (ja, der muss hervorgehoben werden - ich fands super!) ging es dann ins Freak-Viertel Harajuku. So angezogen habe ich Leute noch selten auf der Straße rumlaufen sehen! Sehr unterhaltend das zu beobachten! Das letzte Ziel war dann der Meiji Schrein. Der Eingang ist ein Tor aus 1000 jährigem Zedernholz. Sehr schön mitten im Wald gelegen. Hier konnte ich sogar den Teil einer japanischen Hochzeit erleben.

Dann ging es leider auch schon zurück...Heute morgen um sechs Uhr bin ich in Singapur gelandet und um neun wieder brav an meinem Schreibtisch gesessen.





Fazit: Tokio ist meine Stadt - eine ganzes WE bei schönem frühlingshaftem Wetter, überall Getränkeautomaten, beheizte Klobrillen und jede Menge Mist zu kaufen. Ich hätte es bei Bianca gerne noch ein paar Tage länger ausgehalten - Danke, dass ich Dein kleines Reich mit Dir teilen durfte! Wobei mein Geldbeutel das wohl nicht sehr gut mitgemacht hätte. Tokio ist nun mal die teuerste Stadt der Welt!

Viele Grüße und bis bald.
Eure Katrin

Dienstag, 12. Mai 2009

Zwischen wilden Tieren und der High Society

Hallöchen zusammen,

nach fast drei Wochen hab' ich gestern Steffi und Sabine wieder ins Taxi Richtung Heimat gesetzt.

Die beiden mit der Hoffnung, dass die afrikanischen Wochen der KLM wieder vorbei sind und ich mit dem Bewusstsein, dass es für mich in nicht mal mehr vier Wochen auch nach Hause geht. Zumindest für 2 Wochen.

Die letzte Woche waren die beiden fleißig unterwegs - den Schuhkartons zu urteilen, haben sie die klimatisierten Kaufhäuser doch sehr oft aufgesucht. Vor allem "Royal and Keith".... Aber sie haben auch alles wichtige gesehen.

Abends ging es einmal in die New Asia Bar um auf das nächtliche Singapur zu blicken, zum Clark Quay, nach Little India und Chinatown zum essen.

Außerdem wurde es für mich auch endlich mal Zeit noch zwei wichtige Sehenswürdigkeiten abzuarbeiten. Die Night Safari (die gibt es ja schließlich nur hier) und ein Käffchen im Raffles (das ja sowieso).

Die Night Safari ist ein Tierpark durch den man bei Nacht durchfährt bzw. durchgeht. Ich muss ja zugeben, dass ich mir das etwas spektakulärer vorgestellt habe. Könnte auch daran liegen, dass ich nun mal ein kleiner Angsthase bin und deshalb das Fledermaushaus ausgelassen habe. Wie ich im Nachhinein gehört habe, war das auch eine sehr gute Entscheidung!


Am Samstag waren wir dann mein Weihnachtsgeschenk von Steffi einlösen. Zum High Tea im Raffles. Kaffee trinken mal anders ;) Man gönnt sich ja sonst nichts. Aber wirklich sehr schön. Jammi Gurkensandwiches...

Anschließend bin ich leider nicht um das Fischspa herumgekommen. Ein Becken mit vielen kleinen Hornhaut fressenden Fischen. Ich bin einfach zu kitzlig dafür...Die anderen haben die volle Zeit ausgehalten. Ich musst leider nach sieben Minuten wieder aufgeben....


Am Sonntag haben wir uns dann noch ein Highlight gegönnt. Wir waren im Gold Class Kino - X-Men anschauen. Sitze wie riesige Fernsehsessel, die man bequem in Liegeposition manövrieren kann. Zusätzlich bekommt man noch eine Decke und wenn man Durst oder Hunger verspürt, dann drückt man einfach auf einen kleinen Knopf und die netten Mitarbeiter kommen angelaufen. Preislich zwar nicht für jedes mal geeignet. Aber das hat sich definitiv gelohnt.

Danke, dass ihr da wart!

Liebe Grüße
Katrin

Dienstag, 5. Mai 2009

Charlies Angels auf Bali (Carmen, Pamela und Antje)

Hallo zusammen,

es ist mal wieder Zeit für einen kleinen Bericht.
Sabine und Steffi sind erfolgreich in Singapur gelandet und nach nur einem Tag an meinem Pool ging es dann auch schon auf nach Bali.
Den unchristlichen Flugzeiten zum Trotz (hey, man muss schließlich sparen) sind wir dann auch schon Samstag Vormittag in Bali angekommen.
Nachdem alle Ausflugsziele und Touren genauestens untersucht wurden, haben wir uns am Montag einen Fahrer (Anm. Sabine: der gute William) genommen.

Zuerst ging es zu einem Wasserfall und zur Elefantenhöhle Goa Gaya (Anm. Sabine: mit dem glückbringenden Ganesha und interessanten Fruchtbarkeits und Phallussymbolen... die wir jedoch nicht gleich erkannt hatten). Danach ging es nach Ubud. Einem kleinen Künstlerort mit Markt, der uns die ersten Schnäppchen beschehrt hat.

Steffi und Sabine konnten sich in ihrem Element austoben und ordentlich handeln - ich bin ja eher der Freund des Festpreises. Anschließend ging es nach Mengwi und Tanah Lot, Tempel anschauen (Anm. Sabine: Sehr frauenfeindlich sind diese Tempel.. während ihrer Tage dürfen Frauen die Tempel per Androhung göttlicher Strafe strikt nicht betreten - ich frag mich wer das kontrolliert und ob die Priester nur mal ihre Ruhe haben wollen). Dort haben wir uns dann an der heiligen Quelle mit Wasser benetzt (Anm. Sabine: besonders Mutige haben auch davon getrunken, Anm. in Anm. Steffi: hat auch garnicht schlecht geschmeckt) und Reiskörner auf die Stirn bekommen. Sabine und Steffi haben das volle Programm genossen und auch noch die heiligen Schlangen angefasst. Ich habe beschlossen, dass ich soviel Heiligkeit gar nicht nötig habe. (Anm. Steffi: es schadet nie ganz heilig zu sein)
Zum Schluss haben wir uns von unserem Fahrer bei einem indonesischen Restaurant absetzen lassen. Etwas derartiges sollte auf Bali ja eigentlich einfach zu finden sein. In Wahrheit sieht es allerdings so aus, dass es einfacher ist, Burger, Pizza und Pasta zu bekommen.

Am Dienstag hatten wir dann schon den ersten geführten Ausflug gebucht. Nachmittags ging es auf zum Affentempel Ulu Watu (Anm. Steffi: diese verlausten Affen sind und bleiben einfach ätzend auch wenn sie angeblich heilig sind). Der Tempel liegt an einer hohen Klippe und war auch gleichzeitig die Kulisse für den anschliessenden Feuertanz (der durch die komischen Laute, der Tänzer doch etwas befremdlich war). Danach ging es nach Jimbaran zum Seafood essen. Das ist ein Strand der wirklich komplett von Restaurants bevölkert ist (Anm. Steffi: und komplett heißt komplett, hatte schon fast was von riesen Freiluft Bierzelt).

Am Freitag stand dann schon der nächste Ausflug an. Zuerst zur Gerichtshalle (Anm. Sabine: an der einem alle möglichen Strafen sehr bildhaft demonstriert werden, die einen nach dem Tod für sein unzüchtiges Leben erwarten - sehr gruselig. Anm. Steffi: bin nicht ganz sicher ob diese Strafen nur für nach dem Tod waren:-)), dann zum Muttertempel mit Blick auf den Vulkan Gunung Agung. Nach einem kurzen Mittagessen mit Blick auf die Reisterrassen, durften wir noch eine Fledermaushöhle besichtigen (Anm. Sabine: und beschnuppern... puh!!). Hier ist ein Tempel um die Höhle herumgebaut. Auch hier habe ich einen respektablen Abstand gehalten - es waren doch schon seeeehr viele Fledermäuse drin :)

(Anm Steffi: Mein persönliches Highlight war der Besuch des Night Markets in Denpasar. Als kleinste waren die super stabilen Plastikstühle optimal für mich ausgelegt. Auch das Essen für - weiß gar nicht mehr wie viele Cent - war extrem schmackhaft).

(Anm Steffi, Sabine: wir vermissen auch jetzt schon Friedolin (kleiner Gecko) und Fred (große Eidechse), die immer auf uns gewartet haben wenn wir nach Hause gekommen sind. Nach der Insektenmittelsprühaktion wurden wir auch immer herzlich von Mutanten-Fritz (komischer Gecko in unserem Bungalow) und von Mörder-Paul (Eichhörnchen mit komischen Geräuschen beim Frühstück) begrüßt, die wir allerdings nicht sooo vermissen.)

Am Samstag haben Sabine und ich uns dann in die Welt der wilden Tiere gewagt und sind Elefantenreiten gegangen. Nachdem Steffi das schon dreimal gemacht hat, hatte sie die ehrenwerte Aufgabe unsere Liegen fuer den Nachmittag zu besetzen (Anm. Steffi: hab super Liegen ergattert).

Nach unserer einstündigen Fahrt mit unserem netten Fahrer, der nunmal auf die Darbietung eines deutschen Liedes bestanden hat, kamen wir (mit ihm etwas verschreckt) am Ziel an. Für alle die es interessiert, wir haben Skandal um Rosie und Ich war noch niemals in New York.... dargeboten. (Anm. Sabine: Etwas verschreckt ist gut - danach hat unser Fahrer kein Wort mehr mit uns gesprochen.) (Anm. Steffi: ich hätte am liebsten auch kein Wort mehr mit Sabine gesprochen, da sie uns jeden Tag mit irgendeinem sau dämlichen Lied in der Früh geweckt hat. (Anm. in Anm. Steffi: ich verstehe in der Früh keinen Spaß und schon gar keine deutschen Schlager)) (Anm. Katrin: Ich war ja schon immer als erste wach und im Bad - daher wurde ich wenigstens nicht von diesem Katzenjammer geweckt).
Unser Elefant hieß Phoebe und war allerdings ein Männchen. Nach dem Rahmenprogramm des 30 minütigen Ritts durften Sabine und ich dann jeweils noch einmal direkt auf dem Hals sitzen - ist doch etwas anderes wie angeschnallt hinten auf der Touri-Bank.

Das wars von unserem Kultur- und Erlebnisprogramm. Ansonsten haben wir uns um unsere Bücher, die Welt der Getraenkekarten und der Frage welcher der Bikinis am ehesten dem sehr starken Wellengang trotzen kann, beschäftigt. Bis zum Ende konnten wir diese Frage allerdings nicht beantworten...(Anm. Steffi: die Wellen waren wirklich super und wenn man gerade nicht von einer halb erschlagen wurde, seinen Bikini wieder suchen musste oder darauf achten musste, dass einen kein Surfer überfährt, dann waren immer die hilfsbereiten (Anm. Sabine: auf gut deutsch grapschende) Lifeguards zur Stelle, die sich gern so positioniert haben, dass einen die Welle in ihre Arme trägt (hätten das doch lieber mal die gutaussehenden Surfer gemacht))
Gekrönt wurde der letzte Abend vom "Onis Quartett". Sabine und Steffi haben es tapfer über sich ergehen lassen und mich das Lied für unseren Tisch wünschen lassen. Elton John - Your Song. Sogar mit allen Strophen! (Anm. Sabine: Und für Steffi gabs noch schmachtende Blicke des Kontrabass-Spielers beim Titel "I'm yours" gratis ;))

Am ersten Tag zurück in Singapur ging es dann auf nach Sentosa. Aquarium, 3D-Kino, Delfin-Show, Aussichtsturm und meinem persönlichem Highlight: Desperados: Ein Videospiel für 20 Personen, die dabei auf einem pferdeähnlichem Hocker sitzen und versuchen mit ihren Pistolen die Bösewichte zu erschiessen. Was soll ich sagen, in der zweiten Runde hatten die anderen einfach keine Chance und ich wurde zum Sheriff. Ja, ich bin dann den ganzen Tag mit meinem goldenen Sheriffstern rumgelaufen :)
Abends waren wir dann noch in der Wasser-Licht-Laser Show "Songs of the Sea". Dies wurde allerdings zu einem Adventure Trip, weil wir uns mit einer indischen Kampffamilie anlegen mussten. Selbst das 10jährige Kind hatte schon eine beachtliche Ellenbogen Spannweite...

Das wars vorerst, aber nachdem die beiden ja noch fast eine Woche da sind, gibt es nächste Woche bestimmt noch einiges mehr zu berichten.

Viele Gruesse

Katrin