Hallo zusammen,
ich melde mich zum letzten mal vor meiner Deutschlandreise aus der Ferne - nächste Woche mache ich ganz bestimmt nichts. Ich bin heute morgen doch ehrlicherweise seehhhr müde gewesen!


Am Donnerstag Abend ging es alleine auf zum Flughafen. Nachdem die anderen Mädels Tokio ja bereits im Februar unsicher gemacht haben, war jetzt für mich die Zeit gekommen Bianca und Julia in der großen Stadt zu besuchen. Und groß ist überhaupt kein Ausdruck!
Nachdem der Flug über Peking nur die Hälfte gekostet hat und man ja schließlich im Flugzeug schlafen kann, war ich dann nach 13h in Tokio angekommen. Vorbei an der Fiebermeßkontrollstation (phasenweise kam ich mir ohne Mundschutz fast wie der Außenseiter vor!) ab zum Bus. Dort gab es zur Abwechslung sogar englische Durchsagen und nach einer kurzen Taxifahrt war ich dann in Biancas 21 m² Apartment angekommen. Also effiziente Bauweise ist definitiv eine Stärke der Japaner. Aber anders kann eine Metropole wohl auch nicht die Größe von 36 Millionen Einwohnern erreichen.

Kaum angekommen, ging es auch schon auf zum Asakusa - Senso - ji Tempel. Ein sehr schöner Tempel. Wobei das Hauptgebäude im Moment leider renoviert wird. Danach ging es nach Shibuya. Hier kann man das wohl bekannteste Bild Tokios bewundern. Die Kreuzung die gleichzeitig von allen Seiten von Fußgängern überquert wird. Leider scheint es wohl etwas ruhig an dem Abend gewesen zu sein - wobei ich das "ruhig" nicht wirklich nachvollziehen kann. Vorbei an vielen bunten Schildern und Spielhallen, ging es dann für einen kurzen Abstecher in die Love Hills. Die Stundenhotels der japanischen Bevölkerung....
Abends waren wir dann klassisch Hotpot und noch ein paar andere Sachen essen. Und nachdem wir uns verquatscht hatten, war dann leider der Karaoke Abend auch gestrichen.


Am Samstag Morgen ging es mit Bianca und Sandra (Praktikantin) zum Daimon– Zojo-ji Tempel Schrein. Dort gibt es neben der eigentlichen Tempelanlage noch jede Menge kleine Steinfiguren die lustig bunt geschmückt sind. Das steht wohl für die jungen Mönche. Direkt dahinter steht der größte Eiffelturm der Welt. Dieser heißt in Tokio - Tokyo Tower und ist rot weiß angemalt. Von der 250m hohen Plattform hat man einen wahnsinnigen Blick auf die Stadt die gar nicht zu enden scheint! Der Fuji war leider nicht zu sehen. Was man außerdem sehen konnte, war die Golden Gate Bridge - diese heißt in Tokio allerdings Rainbow Bridge...

Danach ging es in den Hama-Rikyu-Palastgarten mit Nakajima-Teehaus. Ein schöner japanischer Garten, wo man auch gleich die Teezeremonie live erleben kann. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Ich war wirklich motiviert der Anleitung zu folgen die wir zusätzlich zu unserem rosa Blütentörtchen und der Schale Grüntee bekommen haben. Eigentlich muss man zuerst das Törtchen auf eine bestimmte Art zerteilen und darf dann erst den Tee trinken (vorher muss man natürlich die Schale erst um 90 und dann nochmal um 180 Grad im Uhrzeigersinn drehen).

Aber dieses Törtchen war leider dermaßen ekelhaft, dass ich nach dem zweiten Bissen beim besten Willen nichts mehr davon runtergekommen habe. Leider war der Tee auch kein guter Ausgleich - hat schon mal jemand Tee mit leichtem Fischgeschmack getrunken???? Wir sind dann doch relativ schnell wieder gegangen - aber zu sehen wie das ganze abläuft war trotzdem sehr interessant!

Danach ging es nur kurz was essen und dann zum größten Bahnhof der Welt. Alleine im U-Bahn Teil wäre ich verloren gewesen! Dann ging es noch durch die bunte Welt Shinjukus mit vielen hohen Bankengebäuden und jede Menge Einkaufscentern.
Abends ging es dann zusammen mit ein paar von Julias Kollegen ins Gonpachi - das Restaurant aus dem ersten Kill Bill Film. Sehr gutes Essen und sehr guter Pflaumenwein!

Am Sonntag ging es dann zuerst ins Kiddyland! Fünf Stockwerke voller Mist - mein persönliches Paradies. Eins nur für Snoopy, eins für Hello Kitty... Einfach toll!
Durch den Regen (ja, der muss hervorgehoben werden - ich fands super!) ging es dann ins Freak-Viertel Harajuku. So angezogen habe ich Leute noch selten auf der Straße rumlaufen sehen! Sehr unterhaltend das zu beobachten!

Das letzte Ziel war dann der Meiji Schrein. Der Eingang ist ein Tor aus 1000 jährigem Zedernholz. Sehr schön mitten im Wald gelegen. Hier konnte ich sogar den Teil einer japanischen Hochzeit erleben.
Dann ging es leider auch schon zurück...Heute morgen um sechs Uhr bin ich in Singapur gelandet und um neun wieder brav an meinem Schreibtisch gesessen.

Fazit: Tokio ist meine Stadt - eine ganzes WE bei schönem frühlingshaftem Wetter, überall Getränkeautomaten, beheizte Klobrillen und jede Menge Mist zu kaufen. Ich hätte es bei Bianca gerne noch ein paar Tage länger ausgehalten - Danke, dass ich Dein kleines Reich mit Dir teilen durfte! Wobei mein Geldbeutel das wohl nicht sehr gut mitgemacht hätte. Tokio ist nun mal die teuerste Stadt der Welt!
Viele Grüße und bis bald.
Eure Katrin
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