Montag, 13. April 2009

Kirschblüte in Peking

Hallo zusammen,

am Donnerstag ging es endlich auf nach Peking. (Ein grosses Dankeschön nochmal an Judith, weil sie uns ihre Wohnung überlassen hat)
Am Spätnachmittag angekommen, durften wir natürlich keine Zeit verlieren und haben uns erst einmal auf den Weg zum Schneider gemacht und ein paar Dinge geordert....Spät durfte es allerdings nicht werden, da es am Freitag um halb sechs dann auch schon auf zur Mauer ging.











Dort angekommen haben wir uns dann erstmal für die Seilbahn entschieden. Wir hatten ja schliesslich noch acht Kilometer Mauer vor uns. Die Mauer ist wirklich gigantisch. Dadurch, dass wir beim alten Teil waren, waren verhältnissmässig wenig Leute da. Soweit man sehen konnte zieht sich der duenne Streifen auf und ab über die Huegel und Berge. Ich muss ja zugeben, dass ich schon ein wenig enttäuscht bin, weil man die Mauer ja nicht vom Mond aus sehen kann. Das macht sie allerdings nicht weniger beeindruckend.
Wer allerdings meint, das wäre ein netter Sonntagsnachmittagsspaziergang den muss ich enttäuschen. Es geht nämlich immer nur auf und ab. Und auch wirklich steil mit Riesenstufen. Beim alten Teil war das teilweise schon ein wenig halsbrecherisch...Aber wir habens ja geschafft. Auch wenn wir ohne große Pausen wirklich 3,5 Stunden gebraucht haben.
Dann ging es auch schon weiter zum Olympiapark. In der Dämmerung sieht das Vogelnest und die Schwimmhalle wirklich super aus. Mich als alten Olympiagucker hat das natürlich enormst begeistert.

Am Samstag Morgen sind wir dann schoen früh aufgestanden um vor den ganzen Chinesen am Tempel of Heaven anzukommen. Offensichtlich hätten wir für dieses Vorhaben allerdings noch um einiges früher aufstehen muessen :)
Das beeindruckende an eigentlich allen Palästen und Tempeln in Peking ist die Weitläufigkeit. Die Anlagen ziehen sich immer über riesige Flächen.
Der Park um den Tempel of Heaven ist am meisten durch die Leute geprägt. Man sieht ganze Gruppen die entweder Fächertänze aufführen, Tai Chi machen, einen Tanzkurs abhalten oder mit einem Riesenpinsel chinesische Zeichen auf den Boden zeichnen.
Danach ging es in eine alte Einkaufsstrasse die im Moment renoviert wird. Dort sieht so aus, wie es früher in Peking ausgesehen hat.
Dann ging es etwas aus Peking heraus in den Sommerpalast. In Peking blüht im Moment alles. Weisse Bäume voller Kirschblueten, pinke und gelbe Sträucher. Hier durften wir dann erstmal wieder einen Berg erklimmen und von oben den Ausblick auf die riesige Anlage geniessen. Leider hat der Smog der klaren Sicht etwas den Strich durch die Rechnung gemacht. Nichtsdestotrotz superschön.
Gestern ging es dann in die Verbotene Stadt. Auf die Idee sind neben uns noch die gefühlte halbe Volksrepublik China gekommen. Ich glaube ich habe noch nie soviele Chinesen auf einmal gesehen. Auf der riesigen Anlage haben wir uns dann etwas verlaufen und aus dem Vorhaben erst den Osten zu besichtigen wurde dann doch der Westen...Von dort ging es dann auch direkt zum gegenüberliegenden Kohlehügel. Wegen des unglaublichen Smogs war die Sicht leider nicht sonderlich berauschend.
Danach ging es dann nur noch Sachen vom Schneider abholen und zum Lamatempel. Das ist ein nicht so überlaufener Tempel der auch wirklich sehr schön ist.

Die Chinesen sind definitiv ein eigenes Völkchen. Ob Kinderhosen mit praktischem Schlitz am Hinterteil, drängelnde und spuckende Omis oder die Erkenntnis, dass das Schild auf der Flughafentoilette (Please close the door for your convenience) durchaus seine Berechtigung hat....

Liebe Grüße

Katrin

Sonntag, 5. April 2009

Formel 1 in Kuala Lumpur

Hallo zusammen,

Zuerst: Mein Bruder und die Geli waren von Montag bis Freitag letzte Woche in Singapur. Am Freitag gings dann mit dem First Class Bus auf nach Kuala Lumpur. Reisefeeling ähnlich wie in der Business Class - eigener Bildschirm mit Entertainment, warmes Essen und einer netten Dame die einen zudeckt...
So waren die 5h Fahrt auch wie im Flug vergangen. Dann kam das böse Erwachen...Das Hotelzimmer. Wir mussten es doch tatsächlich über uns ergehen lassen, dass wir im 21. Stock wohnend mit Blick auf die Petronas Towers leben mussten. Grausam...;)
Nur 200m Luftlinie trennten uns von den wirklich beeindruckenden Türmen. Also haben wir uns auch gleich aufgemacht und die Türme bei Tag und Nacht fotografiert.
In den Türmen im Einkaufzentrum war das Formel 1 Fieber dann schon ausgebrochen....

Am Samstag kam dann Sonja und wir waren komplett. Dann ging es auch schon direkt auf zur Formel 1. Ich muss ja zugeben, dass der Funke nicht gleich übergesprungen ist. Die Pausen zwischen den Programmpunkten waren teilweise doch sehr lang, die Verköstigung bestand aus Satespießchen die unter der Tribüne gegrillt wurden und auch das Drumherum war nicht wirklich aufregend. Als dann das Qualifying angefangen hat waren wir dann doch alle infiziert.
Die Begeisterung hielt leider nicht lange an...Die "Rückreise" von unserem Platz zum Haupteingang war leider nicht sonderlich organisiert. Und so standen wir doch eine gute Zeit im strömenden Regen bis uns ein netter Chinesischer Reisebus mitgenommen hat - gut, einer der Mitwartenden hat den Passagieren mit der Faust gedroht, aber ich bin mir sicher die durchnässten Gesichter haben die Herzen dann eher erweicht.

Am nächsten Tag haben wir dann entdeckt wo sich die ganzen Fanartikel versteckt hatten. So hat Formel 1 auszusehen. Viele bunte Fahnen und jede Menge Mist zu kaufen ;)


Nach der Formel BMW und der Fahrerparade ging dann das Rennen los. Leider konnten wir nicht riskieren bis zum Schluss zu bleiben. Der Samstag hat uns ja leider gelehrt, dass man in KL nicht mit organisierten Abläufen rechnen darf. Also sind wir früher gegangen. Die gute Organisation hat sich auch daran gezeigt, dass als wir gegangen sind, einige noch mit jungfräulich noch nicht abgerissenen Karten unterwegs waren. (also dürfen wir uns nicht beschweren) Außerdem hatten wir Glück uns sind deshalb noch trocken zum Flughafen gekommen.
Ich muss ja zugeben, wenn man das mal live gesehen hat, ist das doch was anderes.
Zur Darbietung noch ein kleines Video: